LVMH, der weltweit größte Luxusgüterkonzern und Eigentümer von Kultmarken wie Hennessy Cognac, prognostiziert für seine Wein- und Spirituosensparte ein schwieriges Jahr 2025.
Der organische Umsatz des Segments ging um 5 % zurück, der Gesamtumsatz sank von 5,862 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf 5,358 Milliarden Euro. Noch auffälliger war der Rückgang des wiederkehrenden Betriebsgewinns um 25 %, der die Intensität des Drucks unterstreicht, dem dieser Teil des Konzernportfolios ausgesetzt ist.
Obwohl das Jahr ein uneinheitliches Quartalsergebnis zeigte, blieb der Gesamttrend negativ. Im dritten Quartal 2025 erreichten die Umsätze mit Wein und Spirituosen 1,33 Milliarden Euro, was einem leichten Anstieg von 1 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dieser kurzfristige Aufschwung wurde jedoch von einem deutlichen Rückgang um 9 % im vierten Quartal überschattet, der letztendlich das Jahresergebnis belastete.
Im Zentrum des Abschwungs steht Hennessy Cognac, die wichtigste Spirituosenmarke von LVMH und traditionell einer der stärksten Gewinnbringer. Der Konzern nannte die schwächere Inlandsnachfrage nach Cognac als Hauptgrund für den Umsatzrückgang. Diese Verlangsamung steht in engem Zusammenhang mit den anhaltenden Handelsspannungen und Zöllen in zwei wichtigen Märkten: China und den USA.
Obwohl das chinesische Handelsministerium seine Antidumpinguntersuchung gegen EU- Brandy -Importe im Juni letzten Jahres abschloss – was Cognac-Herstellern wie Hennessy vorübergehend Erleichterung verschaffte –, bleibt das allgemeine Handelsumfeld instabil. Anhaltende geopolitische Spannungen und zollbedingte Unsicherheiten in China und den USA dämpfen weiterhin die Verbrauchernachfrage und beeinträchtigen die Absatzdynamik.
Trotz dieser Herausforderungen im Spirituosenbereich entwickelten sich nicht alle Kategorien innerhalb der Sparte unterdurchschnittlich. Die Champagnerhäuser von LVMH konnten ihre starke Position behaupten und erreichten einen Marktanteil von 22 % am weltweiten Champagnerabsatz. Darüber hinaus übertrafen die Roséweine der LVMH-Gruppe aus der Provence den globalen Rosé-Durchschnitt und bewiesen damit ihre Widerstandsfähigkeit und anhaltende internationale Beliebtheit.
Auf Konzernebene erzielte LVMH im Jahr 2025 einen Gesamtumsatz von 80,8 Milliarden Euro, was einem organischen Rückgang von 1 % entspricht. Erfreulicherweise zeigte das vierte Quartal Anzeichen einer Stabilisierung mit einem leichten Umsatzanstieg von 1 %. Vorstandsvorsitzender Bernard Arnault betonte, dass diese Ergebnisse die Fähigkeit von LVMH widerspiegeln, sich in einem komplexen geopolitischen und wirtschaftlichen Umfeld anzupassen. Diese Fähigkeit werde durch ein diszipliniertes Kostenmanagement und ein langfristiges Engagement für ökologische und soziale Verantwortung gestützt.
Quelle: Vinetur