©️ 📷 Wine of Moldova

Moldau ist Gastgeber des historischen 46. Weltkongresses für Rebe und Wein: Eine neue Ära der Wissenschaft, Nachhaltigkeit und globalen Zusammenarbeit

Am 16. Juni 2025 wurde der 46. Weltkongress für Rebe und Wein in Chișinău, Republik Moldau, offiziell eröffnet – ein historischer Meilenstein sowohl für das Gastgeberland als auch für die globale Weinbaugemeinschaft.

Die Veranstaltung, die von der Internationalen Organisation für Rebe und Wein (OIV) in Zusammenarbeit mit dem moldauischen Ministerium für Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie und dem Nationalen Amt für Rebe und Wein (ONVV) organisiert wurde, begrüßte Delegierte aus 51 Mitgliedstaaten und darüber hinaus.

Der Kongress, der unter dem Motto „Die Zukunft von Rebe und Wein gestalten: Resilienz stärken, Wert steigern, Innovation fördern“ stand, markierte nicht nur Moldaus Debüt als Gastgeber, sondern symbolisierte auch den Beginn des zweiten Jahrhunderts internationaler Aktion und Zusammenarbeit der OIV.

An der Eröffnungszeremonie nahmen Präsidentin Maia Sandu , Ministerin Ludmila Catlabuga , ONVV-Direktor Ștefan Iamandi , OIV-Präsidentin Yvette van der Merwe und OIV-Generaldirektor John Barker teil. Präsident Sandu betonte Moldawiens Engagement für die Wiederbelebung seines Weinsektors und stellte einheimische Rebsorten wie Feteasca Albă , Feteasca Neagră , Rara Neagră , Viorica und Floricica ins Rampenlicht – einst wenig bekannt, heute weltweit für ihre Qualität und Authentizität gefeiert.

OIV-Generaldirektor John Barker übermittelte eine klare Botschaft: Wissenschaft und internationale Zusammenarbeit müssen weiterhin im Zentrum der Entwicklung des globalen Weinbaus stehen. „Keine Region und kein Land hat alle Antworten“, sagte er, „aber durch multilaterale Zusammenarbeit und wissenschaftliche Strenge werden wir Lösungen für die drängenden Herausforderungen unserer Zeit finden – vom Klimawandel bis hin zu sich verändernden Konsummustern.“

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Veröffentlichung der neuesten globalen Statistiken für den Weinbau. Die Daten, die auf früheren Zahlen vom April 2025 aufbauen, spiegelten die ernüchternde Realität der Auswirkungen des Klimawandels auf die Traubenproduktion und den Konsum wider. Das Wachstum im Segment der Tafeltrauben – vor allem aufgrund der Expansion und Innovation auf dem chinesischen Markt – bot jedoch inmitten der Widrigkeiten einen Hoffnungsschimmer.

Moldawiens Weinsektor hat international deutlich an Bedeutung gewonnen. Allein im Jahr 2024 exportierte das Land 144 Millionen Liter Wein im Wert von über 234 Millionen US-Dollar in 73 Länder, die Hälfte davon in Europa. Mit fast 110.000 Hektar Rebfläche zählt Moldawien zu den 20 größten Weinproduzenten weltweit und ist der 14. größte Weinexporteur.

Dieser Kongress würdigte nicht nur Moldaus tiefe kulturelle und wirtschaftliche Verbundenheit mit dem Weinbau, sondern bekräftigte auch die Botschaft, dass exzellenter Wein Grenzen, Sprachen und Klimazonen überwindet. Angesichts der komplexen Herausforderungen, vor denen die Welt steht, positioniert der 46. OIV-Kongress Moldaus als Leuchtfeuer der Widerstandsfähigkeit, Innovation und Einheit in der globalen Weingemeinschaft.

Quelle: OIV

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