Eine aktuelle Studie des Beratungsunternehmens EY verdeutlicht, wie Gesundheitsbewusstsein, digitale Tools und Generationsunterschiede den Getränkekonsum in den Vereinigten Staaten und Brasilien verändern.
Die Studie befragte zwischen dem 20. November und dem 11. Dezember 2025 2.512 Erwachsene und deckte Trends auf, die sowohl den Markt für alkoholische als auch für alkoholfreie Getränke beeinflussen.
Gesundheit als Schlüsselfaktor
Gesundheitliche Bedenken beeinflussen zunehmend die Getränkewahl. In den USA achten 58 % der Befragten beim Kauf von Getränken genau auf die Inhaltsstoffe, während 52 % bereit sind, für Produkte, die zu ihrem Wohlbefinden beitragen, einen höheren Preis zu zahlen . Der Trend zur Zuckerreduzierung ist besonders stark: 66 % bevorzugen zuckerarme oder kalorienärmere Alternativen .
In Brasilien gehen die gesundheitlichen Motive über die grundlegende Ernährung hinaus. Rund 75 % der Verbraucher legen Wert auf funktionelle Vorteile wie die Unterstützung des Immunsystems , was die wachsende Nachfrage nach Getränken mit messbaren gesundheitlichen Vorteilen widerspiegelt.
Digitalisierung beeinflusst Entdeckung und Loyalität
Digitale Kanäle spielen eine zentrale Rolle bei der Entdeckung und dem Wiederkauf von Getränken. In den USA nutzen 19 % der Verbraucher Online-Supermarktempfehlungen , 17 % verlassen sich auf Fitness- und Gesundheits-Apps und 16 % nutzen Kundenbindungs-Apps . Bei der Generation Z steigen diese Zahlen auf 26 % , was die Technikaffinität der jüngeren Konsumenten unterstreicht.
In Brasilien ist der Einfluss digitaler Technologien noch ausgeprägter: 45 % der Befragten nutzten im vergangenen Jahr KI-gestützte Empfehlungen zur Getränkeauswahl, verglichen mit 27 % in den USA. Darüber hinaus geben 70 % der Brasilianer , insbesondere Millennials, an, dass sie solche Tools in naher Zukunft wahrscheinlich nutzen werden.
Generationenunterschiede prägen das Konsumverhalten
In beiden Kategorien – alkoholische und nicht-alkoholische Getränke – sind Generationsunterschiede erkennbar. In den USA besteht zwar weiterhin ein gewisser sozialer Druck zum Alkoholkonsum ( 20 % ), doch funktionelle Getränke gewinnen zunehmend an Beliebtheit. 80 % der Generation Z und 75 % der Millennials konsumieren mindestens alle zwei Wochen alkoholische Getränke, verglichen mit 65 % der Gesamtbevölkerung .
In Brasilien liegt der regelmäßige Alkoholkonsum bei 57 % , sinkt aber bei jüngeren Konsumenten auf 47 % , was einen Trend zu Mäßigung und alternativen Getränken widerspiegelt. Auch beim Konsum von Energy-Drinks zeigen sich generationsbedingte Unterschiede: In den USA konsumieren 53 % der Generation Z und 47 % der Millennials sie mindestens alle zwei Wochen, verglichen mit 34 % der Gesamtbevölkerung .
Auswirkungen auf Getränkeunternehmen
Die EY-Studie unterstreicht, dass Unternehmen sich durch Innovation, Transparenz und klare gesundheitliche Vorteile an die veränderten Kundenerwartungen anpassen müssen. Digitale Kanäle sind nicht nur optional, sondern zentral für die Ansprache jüngerer Konsumenten und den Aufbau von Kundenbindung.
Die Stichprobe der Umfrage war repräsentativ für die Volkszählungsdaten , mit einer Fehlermarge von ±2,5 % in den USA und ±3,1 % in Brasilien . Sie lieferte eine robuste Momentaufnahme der aktuellen Trends, die die Getränkemärkte in zwei wichtigen globalen Volkswirtschaften prägen.
Quelle: VinoVistara