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Katalanische Weingüter in den sozialen Medien im Jahr 2025: Instagram dominiert, Twitter verliert an Bedeutung, und ungenutztes Potenzial bleibt bestehen

Eine kürzlich vom Institut Català de la Vinya i el Vi (Incavi) unterstützte Studie mit dem Titel Enodata 2025 bietet eine detaillierte Analyse darüber, wie katalanische Weingüter heute soziale Medien nutzen.

Die Studie stützt sich auf Daten aus Unternehmensprofilen, die in den letzten zwölf Monaten mindestens einmal Beiträge veröffentlicht haben, und beleuchtet so Nutzungsmuster, Plattformpräferenzen und Wachstumschancen der Weinproduzenten in der Region.

Instagram führt den digitalen Keller an

Instagram erweist sich als die meistgenutzte und am besten bewertete Plattform: Alle befragten Weingüter unterhalten dort aktiv ein Profil. Die Plattform wird für ihre visuelle Attraktivität und Reichweite gelobt und erzielt eine Durchschnittsbewertung von 8,3 von 10 Punkten – die höchste aller neun analysierten Plattformen.

  • 78 % der Weingüter führen die gestiegene Markenbekanntheit auf Instagram zurück.
  • 62 % berichten, über die Plattform neue Kunden gewonnen zu haben.

Trotz seiner Beliebtheit schöpfen die Weingüter sein Potenzial nicht voll aus:

  • Lediglich 46 % verknüpfen ihren Instagram-Account mit einer E-Commerce-Website.
  • Lediglich 24 % nutzen die Direktbuchungsfunktion.
  • 65 % vernachlässigen die Verwendung spezifischer Hashtags zur Optimierung der Auffindbarkeit.

Freixenet steht mit 76.427 Followern an erster Stelle, während El Xitxarel·lo die höchste Engagement-Rate (4,25%) aufweist.

Facebook: Vertraut, aber doch zweitrangig

Facebook war einst dominant, spielt aber mittlerweile eine unterstützende Rolle gegenüber Instagram , obwohl es weiterhin weit verbreitet ist:

  • 98 % der Weingüter unterhalten eine Facebook-Seite.
  • 81 % haben im letzten Jahr mindestens einmal etwas gepostet.
  • 71 % teilen hauptsächlich Instagram-Inhalte, ohne sie an die spezifische Zielgruppe der Plattform anzupassen.

Trotz ihrer geringeren Bedeutung erfreuen sich Weingüter wie Familia Torres (999.000 Follower) und Freixenet (607.000) immer noch großer Beliebtheit.

WhatsApp und Google My Business: Direkt, aber wirkungsvoll

Obwohl WhatsApp und Google My Business traditionell nicht zu den sozialen Medien gezählt werden, gelten sie als unverzichtbare Werkzeuge für Kommunikation und Vertrieb, insbesondere für kleine Weingüter.

  • 95 % nutzen WhatsApp für Buchungen, Kundenservice und sogar Verkäufe.
  • Google My Business ist beliebt wegen seiner Sichtbarkeit auf Google Maps und der einfachen Zugänglichkeit von Kontaktinformationen, Bewertungen und Wegbeschreibungen.

Twitter (X): Vom Herausforderer zum Opfer

X (ehemals Twitter), das 2016 noch direkt hinter Facebook stand, hat einen dramatischen Absturz erlebt. Jetzt nur noch auf Platz acht , leidet es unter Vernachlässigung und Verlassenheit:

  • 88 % besitzen ein Konto, aber 41 % nutzen es nicht mehr.
  • Geringes Nutzerengagement und schlechter ROI werden als Hauptgründe für diesen Rückgang genannt.
    Auffällig ist, dass große Marken unter den zehn meistgefolgten Weingut-Accounts auf X fehlen, was auf einen branchenweiten Trend weg von der Plattform hindeutet.

TikTok: Hohe Erwartungen, geringe Nutzung

Trotz seines viralen Potenzials spielt TikTok in der katalanischen Weinszene weiterhin eine untergeordnete Rolle:

  • Nur 22 % der Weingüter sind auf der Plattform aktiv.
  • Die Plattform wird als auf ein jüngeres, nicht weintrinkendes Publikum ausgerichtet angesehen, und es bestehen ethische und rechtliche Bedenken hinsichtlich des Alkoholgehalts für Minderjährige.

LinkedIn: Für Handel, nicht für Tourismus

LinkedIn behält seinen strategischen Wert im B2B-Bereich und wird zur Interaktion mit Importeuren, Händlern und Branchenexperten genutzt. Im Weintourismus und bei der direkten Kundenansprache spielt es jedoch kaum eine Rolle, weshalb es für die meisten Weingüter nicht unverzichtbar ist.

YouTube: Eine verpasste Gelegenheit

YouTube gilt als wertvolles Werkzeug für immersive Inhalte – wie virtuelle Touren, Interviews oder Food-Pairings – wird aber weiterhin zu wenig genutzt .
Die Studie ermutigt Weingüter, die in der Hotel- und Gastronomiebranche bereits etablierten Erzählformate zu übernehmen und Videoinhalte als Zukunftsfeld der Weinkommunikation zu positionieren.

Strategische Erkenntnisse

Der Enodata-Bericht 2025 unterstreicht die zunehmende Professionalisierung des Social-Media-Ansatzes katalanischer Weingüter, deckt aber gleichzeitig auch strategische Lücken und ungenutzte Tools auf.
Zu den wichtigsten Erkenntnissen gehören:

  • Es gibt noch erhebliches Verbesserungspotenzial, insbesondere bei der E-Commerce-Integration von Instagram und der Verwendung von Hashtags.
  • Facebook ist zwar einfacher zu handhaben, sollte aber nicht als bloßes Werkzeug zur Wiederverwertung von Inhalten betrachtet werden.
  • Alternative Plattformen wie YouTube und TikTok erfordern mehr Kreativität und Engagement, um erfolgreich zu sein.

Da sich die digitalen Gewohnheiten weiterentwickeln, werden katalanische Weingüter, die in plattformspezifische Content-Strategien investieren und der Interaktion Vorrang vor bloßer Präsenz einräumen, in den kommenden Jahren am besten aufgestellt sein, um erfolgreich zu sein.

Quelle: WineNews

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