nairobi kenya

Bier, Spirituosen und RTDs deuten auf Wachstum in Subsahara-Afrika hin, wie IWSR-Daten zeigen – Wein hinkt jedoch hinterher

Neue Daten von IWSR zeichnen Subsahara-Afrika als eine Region mit erheblichem langfristigem Potenzial für die Branche der alkoholischen Getränke, angetrieben durch eine junge Demografie, schnelle Urbanisierung und eine wachsende Mittelklasse.

Doch hinter den vielversprechenden Schlagzeilenzahlen verbirgt sich ein fragmentierter und oft schwieriger Markt, der sich Einheitsstrategien widersetzt.

Ein gemischtes, aber generell positives Jahr 2025

Das Gesamtvolumen der alkoholischen Getränke in der Region wuchs 2025 um 1 %, wobei IWSR ein CAGR von 2 % bis 2035 prognostiziert, da die meisten Kategorien weiterhin expandieren. RTDs führten das Kategoriewachstum mit einem Anstieg von 11 %, Spirituosen folgten mit 6 % und Bier verzeichnete ein bescheidenes Wachstum von 1 %. Wein war die bemerkenswerte Ausnahme und fiel im Jahresverlauf um 3 %. Agavenspirituosen entwickelten sich ebenfalls stark und stiegen 2025 um 8 % mit einem prognostizierten CAGR von 5 % über das nächste Jahrzehnt.

Russell Menezes, Research Director für Afrika und den Nahen Osten bei IWSR, fasst die Gelegenheit im Hinblick auf die Demografie zusammen: eine junge, schnell wachsende, sich urbanisierende Bevölkerung, die einen strukturellen Rückenwind für die Nachfrage darstellt. Er bemerkt, dass Alkoholmarken als Symbole der sozialen Mobilität für die aufstrebenden Mittelklassen der Region fungieren, wobei die Verbraucher in Märkten wie Südafrika, Nigeria, Tansania, Ghana und Äthiopien bei besonderen Anlässen selektiv auf höherwertige Produkte umsteigen – auch wenn die wirtschaftlichen Bedingungen weiterhin schwierig sind.

Lokale Marken und Down-Trading dominieren die Landschaft

Statt einer Premiumisierung ist das Down-Trading der prägende Verbrauchertrend in weiten Teilen der Region, da der wirtschaftliche Druck Trinker von Spirituosen zu Bier, von importierten zu lokalen Produkten und von kommerziellen Marken zu handwerklichen oder informellen Alternativen drängt. Kleinere, erschwinglichere Packungsgrößen verzeichnen ein besonders starkes Wachstum. Lokal produzierter Alkohol dominiert das Kategorienvolumen: 97 % des Bieres, 87 % der RTDs, 80 % der Spirituosen, 71 % des Ciders und 59 % des Weins wurden 2025 im Inland produziert.

"Es besteht kein Zweifel an der Größe der Chancen für alkoholische Getränke in Subsahara-Afrika", sagt Menezes, "aber der Weg, diese Chancen zu nutzen, wird durch strukturelle Volatilität, eine anhaltende Dominanz preisgünstiger lokaler und handwerklicher Produkte sowie Herausforderungen bei der Markterschließung erschwert."

Südafrika, Nigeria und Kenia bieten unterschiedliche Strategien

In Südafrika prägen weiterhin Bedenken hinsichtlich der Erschwinglichkeit den Konsum, obwohl ein wachsendes Vertrauen unter der Gen Z auf eine eventuelle Erholung hindeutet. Bier bleibt die widerstandsfähigste Kategorie (+3 % im Jahr 2025), während RTDs um 14 % zulegten, da preisbewusste Verbraucher von abgefüllten Spirituosen und Wein abrückten. Premium-Spirituosenkategorien erschließen ebenfalls Wachstumsnischen: Das Cognac-Volumen stieg um 18 %, Tequila um 7 %, und kanadischer sowie irischer Whisky gewinnen beide Marktanteile vom teureren Scotch.

Nigerias Wachstumsgeschichte konzentriert sich auf Millennials, die häufiger und intensiver trinken als die Gen Z der Region, von denen viele kaum Absicht zeigen, Alkohol zu konsumieren. Spirituosen und RTDs wuchsen 2025 jeweils um 8 %, wobei Gin, Bitter, Cream Liqueurs und Whisky besonders gut abschnitten, während indischer Whisky weiterhin Marktanteile vom Blended Scotch aufgrund des Preises gewinnt.

Kenia zeichnet sich durch sein schieres Wachstumstempo aus, wobei lokale Spirituosen und RTDs 2025 um 13 % bzw. 14 % zulegten. Das Tequila-Volumen stieg um 65 % und irischer Whisky um 35 %, wobei erwartet wird, dass sich beide Kategorien mäßigen, wenn sich die Binnenwirtschaft in den kommenden Jahren stärkt.

Quelle: VinoVistara

Zurück zum Blog

Hinterlasse einen Kommentar

Bitte beachte, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen.